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am 16. November

Gesundheitsraum für Innsbrucker Suchtkranke wird geprüft

Renate Krammer-Stark - Grüne Pionier*innenarbeit trägt Früchte


Am Donnerstag haben die Grünen gemeinsam mit den Neos, Ali, Team Gerechtes Innsbruck und Liste Fritz im Gemeinderat einen Antrag zur Prüfung der Einrichtung eines Drogenkonsumraumes eingebracht. Dieser soll die Situation für Suchtkranke und Anrainer*innen rund um die Mentlvilla entlasten. Was zuerst noch nach einer äußerst unsicheren Mehrheit im Gemeinderat aussah, wurde durch die Zustimmung der Koalitionsparter*innen zu einer stabilen Mehrheit. Es folgt nun ein entscheidender Schritt: Die Stadt Innsbruck wird in Zusammenarbeit mit dem Justiz- und Innenministerium, sowie dem strafrechtlichen Institut der Universität Innsbruck prüfen, ob und in welchem Rahmen die Einrichtung eines Drogenkonsumraumes möglich sein wird. „Wir sind hocherfreut über den Erfolg, dass in Innsbruck zum allerersten Mal die Einrichtung eines Gesundheitsraumes für Suchtkranke wirklich ernsthaft angedacht wird", verkündet die Vorsitzende des Sozialausschusses, Renate Krammer-Stark von den Innsbrucker
Grünen. 

 

Dass es diese Maßnahme dringend braucht, hat die für die Bewohner*innen der Mentlgasse äußerst belastende Situation in den letzten Monaten gezeigt. "Selbstverständlich ist das aber nicht die einzige Maßnahme. Gleichzeitig führen mit dem Land intensive und sehr konstruktiven Gespräche zur Finanzierung von weiteren Streetworkern, die ebenso Ansprechparnter*innen für alle sein sollen, die sich rund um die Mentlvilla aufhalten oder dort wohnen. Das würde das Sicherheitsgefühl ebenso erhöhen wie die Streifen von Polizei oder MÜG. Zudem: Sollte die Prüfung ergeben, dass es möglich sein wird, Gesundheitsräume in
Innsbruck zu errichten, müssen wir erst auf Standortsuche gehen ", so die Grüne Sozialsprecherin. 


Bereits vor vielen Jahren ist die Einrichtung eines Drogenkonsumraumes bzw. Gesundheitsraumes in Zusammenhang mit der Erstellung des Suchtkonzepts des Landes diskutiert worden. "Wir Grüne haben einen Gesundheitsraum von Anfang unterstützt, nachdem solche Einrichtungen in der Schweiz und in Deutschland schon lange gut funktionieren. Das bedeutet, dass keine Spritzen in der Öffentlichkeit mehr entsorgt werden (müssen) und die Suchtkranken medizinisch und sozialarbeiterisch gut versorgt sind, was letztlich allen nützt", hofft Krammer-Stark auf eine positive Prüfung. ​