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am 4. Dezember

Lärm- und AnrainerInnenschutz hat Vorrang in Innsbruck

Uschi Schwarzl - Stadt Innsbruck bringt mehrere Gestaltungsmaßnahmen für die Lebensqualität auf den Weg.


Mit einem Schwerpunkt auf Lärm- und AnrainerInnenschutz starten die Innsbrucker Grünen in den Dezember: der Stadtsenat soll am Mittwoch gleich mehrere Lärm- und AnrainerInnenschutzmaßnahmen beschließen. Viele InnsbruckerInnen in den Stadtteilen Höttinger Au, Hötting und bis in die Innenstadt, können ab 1.1.2019 eine Förderung für Lärmschutzfenster beantragen. Bisher war diese Förderung von 20-25% des Kaufpreises auf Wohgebiete mit über 60 Dezibel durchschnittliche Lärmbelastung beschränkt. Die Senkung des Grenzwerts auf 55 Dezibel vergrößert den Kreis der Anspruchsberechtigten deutlich (siehe Bild in der Anlage). 

Klubobfrau Renate Krammer-Stark, die selbst in der stark belasteten Einflugsschneise wohnt, kennt die Belastung der AnrainerInnen. „Die Ausweitung der Förderung ermöglicht dem ganzen Bereich zwischen der Bachlechnerstraße bis in die Altstadt den geförderten Einbau von Lärmschutzfenstern. Ich weiß von vielen, die von der bisherigen Förderung Gebrauch gemacht haben, dass Lärmschutzfenster eine deutliche Entlastung bringen.“ Klar sei aber auch, dass der Lärmbelastungsfaktor Nummer eins über ganz Innsbruck gesehen nicht der Fluglärm sei, sondern der Straßenverkehrslärm. „Der von Umweltstadträtin Uschi Schwarzl angekündigte Maßnahmenplan #sicher30 wird an zahlreichen stark befahrenen Straßenzügen in der ganzen Stadt eine deutliche Entlastung der AnrainerInnen vorschlagen“, kündigt die grüne Klubobfrau an. 

Eine AnrainerInnenschutzmaßnahme sieht die angesprochene Stadträtin selbst auch in der Parkraumbewirtschaftung auf der Hungerburg, die am Mittwoch auf der Stadtsenats-Tagesordnung steht. „Wir wollen ein Ende der Chaostage auf der Hungerburg, an denen die Feuerwehr nicht mehr durchkommt und an denen das Siedlungsgebiet kreuz und quer verparkt wird“, sagt Uschi Schwarzl. Die Bewirtschaftung des großen Parkplatzes an der Höhenstraße werde das Dauerparken dort beenden und Platz für jene schaffen, die nur mit dem Auto auf die Hungerburg kommen. „Die Mehrheit der InnsbruckerInnen hat ohnehin längst erkannt, dass die Linie J und die Hungerburgbahn die mit Abstand bequemste und presigünstigste Variante sind, ins Naherholungsgebiet auf der Nordkette zu fahren.“

Eine genaue Adressliste der anspruchsberechtigten Wohnhäuser veröffentlicht die Stadt Innsbruck mit dem Start der Förderung am 1.1.2019.