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am 29. November

Innsbrucker-Kältetelefon: 0512 21447

Georg Willi, Zeliha Arslan, Renate Krammer-Stark - Innsbruck startet Winterhilfe für Obdachlose.

Ab dem 01. Dezember stehen die Leitungen bereit, um Obdachlose vor einem Kältetod zu bewahren. Mit einem Anruf unter 0512 21447 können Passant*innen Leben retten: wenn Sie einen schlafenden Wohnunglosen auf der Straße sehen, zögern Sie bitte nicht, diesen anzusprechen. Fragen Sie ihn, ob es ihm gut geht und ob er Hilfe benötigt. Kommt Ihnen nach (Ab)sprache mit dem Obdachlosen die Situation alarmierend vor, rufen Sie bitte die dafür eigens eingerichtete Nummer des Innsbruck-Kältetelefons an. Mit diesem Warnruf setzen Sie eine Hilfskette in Gang, die gerade in kalten Zeiten Überleben sichert. Durch Ihre Verständigung wird die MÜG benachrichtigt, die sofort ausrückt, um die in der Kälte ausharrenden Menschen in der nächsten Notunterkunft unterzubringen. 


Die Wichtigkeit dieses neu eingerichteten Kältetelefons hebt der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi hervor: „Das Leben auf der Straße ist schwer und gerade in den Wintermonaten wird es gefährlich. Mit dem neuen Innsbrucker-Kältetelefon richten wir einen wichtigen Service ein.“ 


Innsbruck beschreitet auf Initiative der Grünen Gemeinderätin Zeliha Arslan ein neues Konzept, das es in dieser Form bisher noch nicht gab: „Kernaufgabe ist Vermittlung von freien Plätzen in Notschlafstellen. Neu hinzu kommt in diesem Jahr die Möglichkeit, auch Informationen bezüglich Tagesangeboten, Wärmestuben oder Suppenküchen einzuholen. Diese wichtigen Informationen werden auch an Kliniken, Behörden und weitere Institutionen weitergeleitet.“ Ein weiterer Erfolg ist die neue Zusammenarbeit mit den Tiroler Sozialen Diensten, die das Kältetelefon in diesem Jahr verwalten werden. „So ist es uns ermöglicht, auch außerhalb der Stadtgrenzen schnell zu helfen, denn durch diese Neuerung können bei Notfällen und Platzknappheit auch Notschlafstellen außerhalb von Innsbruck vermittelt werden“ so Arslan.


Besonders erfreut zeigt sich auch die Grüne Klubobfrau Dr.in Renate Krammer-Stark über die Förderung des Bürgermeisters, der in diesem Jahr die gesamte Finanzierung des Kältetelefons aus seinem Budget bestreitet. „Gemeinsam können wir mit Bürgermeister Georg Willis Hilfe eine sozial-politische Maßnahme setzen, die es bei diesen Temperaturen, aber auch politisch kalten Zeiten so dringend benötigt.“

Das Kältetelefon ist 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche erreichbar. In Notsituationen gilt es trotzdem, die Rettung unter 144 zu alarmieren.