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am 20. Dezember 2018

FPÖ Vorhaben liest sich wie eine schlechte Satire

Barbara Neßler - Büropläne auf Kosten leistbaren Wohnraums.

Die Pläne der FPÖ fünf junge Menschen aus ihrer Studierende-Wohngemeinschaft zu werfen, um dort ihr Parteibüro unterzubringen, empört die Grünen Bezirkssprecherin und Gemeinderätin Barbara Neßler. „Mit jeder Wohnung, die zu einem Büro umgewandelt wird, wird wichtiger Wohnraum vergeudet. Die Folgen sind nicht nur höhere Mieten, sondern auch eine Verdrängung der Bürger*innen aus dem innerstädtischen Leben.“  


Eine Rechtfertigung lässt sich für dieses Vorgehen nicht finden, da auch rund um die Anichstraße genügend leerstehende Gewerbeflächen vorhanden sind, die als Büroräumlichkeiten genutzt werden können. Auch der Konter des FPÖ Landesparteiobmann, es müsse mehr Studierendenheime geben, zielt an einer handfesten Rechtfertigung vorbei. Hier zeigt sich einmal mehr die realitätsfremde Herangehensweise der FPÖ, denn „junge Menschen wollen nicht mehr in klassischen Studierendenheime wohnen, sondern in leistbaren WG-Formen. Und das ist einer der Aufträge an uns Politiker*innen“, so Neßler, die mit den Bewohner*innen der betroffenen Wohngemeinschaft in engem Kontakt steht.


Ein pikantes Detail krönt die Geschichte: Die Freiheitlichen wollen just in jenes Stockwerk der Anichstraße 5 einziehen, in dem ein Opfer des Novemberpogroms 1938 ums Leben kam. Neßler weist auf die Sensibilität dieses Ortes hin und zeigt sich von der Respektlosigkeit, die hier an den Tag gelegt wird, erschüttert.


Gemeinderätin Neßler bittet Bürgermeister Georg Willi um Kontaktaufnahme mit Herrn Rubatscher um über die FPÖ- Büroplänen zu sprechen, da zwar der Stadt nur 10% der Rathaus GesmbH gehören, allerdings die Wohnung trotzdem über das Unternehmen läuft.